And Obstacles can be overcome
~ David Belle
Was ist Parkour?
Im Internet findet man unter vielen diese Definition:
„Eine sportliche Disziplin, bei der sich die Teilnehmer mit ihren körperlichen Fähigkeiten so effizient wie möglich durch eine beliebige Umgebung bewegen, was in der Regel Laufen, Springen, Sprünge, Rollen und andere ähnliche Bewegungen beinhaltet.“
Für mich aber ist Parkour mehr als eine „sportliche Disziplin“ – es ist ein Lifestyle.
Die Art und Weise wie Parkoursportler (Traceure) mit ihrer Umgebung und ihren Mitmenschen umgehen ist eine, nach meinen Erlebnissen, einzigartige, und eine die ich lieben gelernt habe. Als Sportler und Trainer sehe ich in Parkour daher nicht nur eine Disziplin, sondern eine Möglichkeit das eigene Leben vollumfänglich zu bereichern.
WARUM PARKOUR
Ich bin 2014 als Teilnehmer zum Turnverein Kupferdreh gekommen und nie wieder weg. Parkour hat meinen Blick auf Städte verändert. Eine Mauer ist danach nicht mehr nur eine Mauer, ein Geländer nicht mehr nur ein Geländer. Man fängt an, seine Umgebung als etwas zu sehen, das man benutzen darf.
Das ist der Teil, der mir am meisten Spaß macht. Und es ist der Teil, den ich am wichtigsten finde, wenn ich mit Kindern arbeite. Parkour bringt ihnen bei, Situationen realistisch einzuschätzen, Angst ernst zu nehmen ohne sich von ihr aufhalten zu lassen, und über Wochen an etwas zu arbeiten, das am ersten Tag noch unmöglich aussah.
Parkour ist für mich kein Geschäftsmodell. Es ist das, was ich sowieso mache. Dass daraus manchmal Anfragen werden, ist ein schöner Nebeneffekt.
TRAINERTÄTIGKEIT
Drei Orte, an denen ich regelmäßig oder auf Anfrage Training gebe.
Seit 2014 dabei, seit 2019 Trainer, seit 2021 Spartenleiter Parkour. Hier habe ich selbst angefangen und stehe seitdem wöchentlich in der Halle, vor allem mit Kindern und Jugendlichen.
Training auf dem Welterbe Zollverein. Ein Gelände, das für Parkour gebaut sein könnte, obwohl es nie dafür gedacht war. Eine eigene Seite dazu folgt.
Daneben gebe ich Trainings für Schulen, Vereine und Gruppen, die Parkour einmal ausprobieren wollen. Ohne Vorkenntnisse, ohne eigene Ausrüstung.
ANFRAGEN
Ich biete keine Shows an und trete auch nicht als Act auf. Was ich anbiete, ist Training und Konzeption. Beides mache ich, weil ich es kann und weil es mir Spaß macht, nicht weil es mein Hauptgeschäft wäre.
Einzelstunden, Projekttage oder eine ganze Woche. Parkour funktioniert gut in Gruppen mit sehr unterschiedlichem Leistungsstand, weil jede und jeder am eigenen Hindernis arbeitet statt an derselben Norm.
Offene Trainingsflächen mitten in der Stadt. Als Programmpunkt bei Stadtfesten und Aktionstagen, und überall dort, wo Innenstädte wieder Leben vertragen können.
Eine neue Anlage braucht am ersten Tag Menschen, die sie benutzen und zeigen, wofür die Elemente eigentlich da sind. Das übernehme ich gerne, inklusive Training für die ersten Besucher.
Beratung bei Planung und Gestaltung von Parkouranlagen. Von der Bedarfsermittlung über 3D-Modelle bis zur Präsentation vor Politik und Anwohnerschaft. Wie das in der Praxis aussieht, steht auf der Benderpark-Seite.
PROJEKTE
Projekte rund um Parkour, von der ersten Skizze bis zur fertigen Anlage.
FÜR DICH
Du brauchst keine Vorkenntnisse und keine Ausrüstung. Nur Schuhe, in denen du dich bewegen kannst.
Bei Regen und im Winter ist die Halle der bessere Ort, für den Anfang ohnehin. Weiche Böden, verstellbare Aufbauten und jemand, der danebensteht und sagt, wann es reicht.
Beim Turnverein Kupferdreh gibt es feste Trainingszeiten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Reinschauen kostet nichts.
Draußen brauchst du nichts außer dir selbst. Genau das ist der Reiz, und genau deshalb ist es am Anfang auch riskanter. Wer allein loszieht, überschätzt gern mal die Höhe.
In Essen gibt es inzwischen mehrere Orte, an denen sich Leute regelmäßig treffen. Ab 2026 kommt die Anlage im Benderpark dazu, dann zum ersten Mal eine Fläche, die von Anfang an für Parkour gedacht ist.
GEDANKEN
Vor allem in deutschen Großstädten wird das Innenstadtsterben zu einem echten Problem. In Essen arbeite ich mit der Stadt daran zu zeigen, dass sich Innenstädten neues Leben einhauchen lässt, wenn man Flächen anders denkt.
Warum ausgerechnet Parkourelemente dabei helfen können und was das mit Aufenthaltsqualität zu tun hat, schreibe ich gerade auf. Der Beitrag folgt in Kürze im Blog.

Nach dem Eintritt als Teilnehmer 2014 hat Pit mit der Sportart Parkour in diesem Verein sich so weit weiterentwickelt, bis er schließlich 2019 Trainer wurde und 2021 die Spartenleitung der Abteilung Parkour übernahm.