EHRENAMT · SEIT 2019 IM VORSTAND

Vorstand
Jugendwerk

Etwas zurückgeben. An die Stadt, die Gesellschaft und die Jugend.

WORUM ES GEHT

Ferienfreizeiten.
Jugendclubs.
Sport. Und die Frage,
wer das eigentlich möglich macht.

Hinter jedem Jugendclub, der offen hat, und jeder Ferienfreizeit, die stattfindet, steckt ein Haufen Arbeit, den niemand sieht. Finanzierung, Personal, Anträge, Entscheidungen. Ich bin einer von denen, die bei diesen Entscheidungen mit am Tisch sitzen.

Seit 2019 bin ich in der Vorstandsarbeit, seit 2024 im Vorsitz des Kreisjugendwerks der AWO Essen. Alles ehrenamtlich, neben allem anderen, was ich sonst mache. Diese Seite erzählt, wie ich da reingewachsen bin, was ich dabei gelernt habe und warum ich das immer noch richtig gerne mache.

dabei bei Parkour auf Zollverein
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seitdem im Vorstand
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Übernahme des Vorsitzes
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Handlungsfelder im Jugendwerk
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2018

WIE ES ANFING

Erst stand ich
selbst auf der Fläche.

Angefangen habe ich 2018 bei Parkour auf Zollverein. Nicht am Schreibtisch, sondern im Training: Ich habe als Trainer Gruppen gegeben, mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet und gesehen, was so ein Angebot für Leute bedeutet, die sonst nicht wüssten, wohin.

Diese Perspektive habe ich bis heute nicht verloren. Wenn im Vorstand über Zahlen und Stellen gesprochen wird, weiß ich, wie das unten auf der Fläche ankommt.

2019

2019 · ORTSJUGENDWERK

Mein erster
eigener Vorstand.

Ein Jahr später bin ich in den Vorstand des Ortsjugendwerks Parkour auf Zollverein gegangen. Das ist ein eigenes kleines Gremium, das genau für dieses eine Projekt zuständig ist. Diese Position hatte ich bis 2026.

Da fing der Teil an, den man von außen nicht sieht: Sitzungen, Beschlüsse, Verantwortung für etwas, das größer ist als die eigene Trainingsgruppe. Ich war ziemlich jung, als ich da reingekommen bin, und habe vieles zum ersten Mal gemacht. Learning by doing, ehrlich gesagt.

2024

DER VORSITZ

Die Frage,
mit der ich nicht
gerechnet hatte.

2024 kam die damalige Geschäftsführerin Pia Schultke persönlich auf mich zu und hat gefragt, ob ich Lust hätte, den Vorsitz des Kreisjugendwerks der AWO Essen zu übernehmen. Nicht mehr nur für Parkour, sondern für das Ganze.

Wichtig zum Verständnis: Das ist ein anderes Gremium als das Ortsjugendwerk. Zwischenzeitlich hatte ich also in beiden einen Vorsitz, einmal für das Projekt auf Zollverein und einmal für das Jugendwerk als Ganzes.

Ausschlaggebend war nicht nur die Vorstandsarbeit, sondern das, was ich sonst in der Stadt gemacht habe. Wenn jemand das sieht und dir so eine Aufgabe zutraut, ist das ein Vertrauensvorschuss, den man erstmal sacken lassen muss.

Ich habe zugesagt. Ehrenamtlich, wie vorher.

Bild aus dem Bewerbungsvideo zum Vorsitz des Kreisjugendwerks der AWO Essen

WIE DAS EIGENTLICH LÄUFT

Vorstand heißt
nicht Schreibtisch.

Das wird oft falsch verstanden, deshalb sage ich es hier deutlich: Als Vorsitzender mache ich nicht das operative Geschäft. Dafür gibt es eine hauptamtliche Geschäftsführung, und die macht das richtig gut.

Entscheidungen fallen bei uns in den Vorstandssitzungen oder, wenn es schneller gehen muss, über Abfragen im Gremium. Wir setzen den Rahmen, wir tragen die Verantwortung, wir entscheiden über Richtung, Finanzen und Personal. Das Tagesgeschäft läuft hauptamtlich.

Diese Trennung musste ich am Anfang selbst erst verstehen. Sie ist aber genau richtig so.

TROTZDEM MITTENDRIN

Ich bin nicht
nur im Gremium.

Was mir wichtig ist: Durch den Vorsitz bin ich nicht aus den Einrichtungen verschwunden. Eher im Gegenteil.

Ich gebe weiterhin Trainings. Ich bin vor Ort, rede mit den Leuten und überlege mit, was Sinn ergibt und was nicht. Und seit dem Aufbau habe ich den Jugendclub K.O.K.S. mit unter mir, wo ich vieles direkt entscheide.

Ich glaube, genau das ist der Grund, warum mir die Vorstandsarbeit überhaupt so liegt. Ich weiß, wie es sich auf der Fläche anfühlt, wenn oben etwas beschlossen wird.

„Ich möchte etwas
zurückgeben. Der Stadt,
der Gesellschaft
und der Jugend.“

WOFÜR WIR DA SIND

Vier Dinge, die einer
Gesellschaft nicht
fehlen dürfen.

01

Ferienfreizeiten

Wochen, in denen Kinder und Jugendliche rauskommen, unabhängig davon, was zuhause finanziell möglich ist.

02

Jugendclubs

Orte, an denen man einfach sein darf. Ohne Zweck, ohne Leistung, ohne dass es etwas kostet.

03

Sportangebote

Bewegung als Zugang. Für viele der erste Berührungspunkt mit einer Gruppe, in der sie sich wiederfinden.

04

Events

Momente, die bleiben. Und die zeigen, dass sich jemand die Mühe gemacht hat.

WAS ICH DABEI GELERNT HABE

Ein Ehrenamt,
das ausbildet.

Vieles von dem, was ich heute kann, habe ich nicht in einem Kurs gelernt, sondern an einem Vorstandstisch.

01

Finanzen lesen können

Ich habe gelernt, wie ein Haushalt aufgebaut ist und was in einem Jahresabschluss eigentlich steht. Vieles davon wurde mir erklärt, während wir konkret darüber entscheiden mussten. Das bleibt besser hängen als jede Theorie.

02

Personalverantwortung

Bewerbungsgespräche führen, Menschen einschätzen, Teams zusammenstellen. Zu merken, dass hinter jeder Stelle ein Mensch mit einer Lebensplanung steht, verändert die Art, wie man Entscheidungen trifft.

03

Entscheiden, wenn es unangenehm wird

In Krisen muss jemand entscheiden, auch wenn keine der Optionen gut ist. Manchmal betrifft das Menschen, die man gut kennt. Da hilft es nicht, es aufzuschieben.

04

Politische Arbeit

Termine mit Ministerinnen und Ministern, mit Vertretern des Landes und der Stadt. Zu lernen, wie man dort auftritt und ein Anliegen so formuliert, dass es ankommt, war für mich mit das Wertvollste.

05

Den Überblick behalten

Zwischen Fläche, Finanzen und Politik zu übersetzen, ist eigentlich die Kernaufgabe. Ich weiß, wie es sich unten anfühlt, und sitze oben mit am Tisch. Das hilft in beide Richtungen.

DIE ANDERE SEITE

Es ist nicht
immer schön.

Jugendarbeit ist chronisch unterfinanziert. Das ist keine Meinung, das ist der Rahmen, in dem wir arbeiten. Und es hat Folgen, die im Vorstand auf dem Tisch landen.

Manchmal bedeutet das Personalentscheidungen, die niemand von uns treffen will. Nicht, weil jemand seine Arbeit schlecht gemacht hätte, sondern weil das Geld nicht da ist. Solche Sitzungen gehen einem nach, gerade wenn man die Menschen kennt, um die es geht.

Ich schreibe das hier hin, weil es zur Ehrlichkeit dazugehört. Ein Ehrenamt in dieser Verantwortung ist kein Hobby, bei dem man sich gut fühlt und wieder nach Hause geht. Es ist auch Verantwortung dafür, dass es weitergeht, wenn es eng wird.

PERSÖNLICH

Warum ich
weitermache.

Die Vorstandsarbeit macht mir sehr viel Spaß, und ich werde in der nächsten Wahlperiode definitiv weitermachen.

Das liegt zu einem großen Teil an den Menschen. An denen, mit denen ich am Tisch sitze, und an denen, für die wir das Ganze machen. Und es liegt daran, dass ich hier etwas zurückgeben kann. Der Stadt, der Gesellschaft und der Jugend.

Ich bin stolz darauf, mit dafür sorgen zu dürfen, dass es weitergeht.

WEITERLESEN

Parkour auf Zollverein

Wo das alles angefangen hat: das Projekt, in dem ich 2018 als Trainer eingestiegen bin. Die Seite dazu folgt in Kürze.